Delta Club Stans

NLo) Anfangs der siebziger Jahre steckte das Deltafliegen noch in den Kinderschuhen und war gefährlich: Die Geräte wiesen labile Flugeigenschaften auf und rasch fand der Begriff „Flattersturz“ Verwendung in Fachwelt und Medien. Der erreichbare Gleitwinkel von ca. 1:3 verhiess auch kein reines Vergnügen, war er doch viel zu steil. Schon bald fand ein populärer helvetischer Skirennfahrer und Deltapionier - Roger Staub (der Erfinder der Roger-Staub-Mütze) - den Fliegertod, was in der Schweiz auch den Tod des aufkeimenden Deltasports einzuläuten schien. Nur Verrückte flogen mit Deltas von Bergen hinunter. Aber die Verrückten gaben nicht auf, denn sie hatten einen ersten scheuen Blick in eine faszinierende Welt getan - in die Welt des Freien Fliegens. Sie kramten Bücher über Aerodynamik und Flugmechanik hervor; Man tüftelte herum und versuchte, die mit Tuch bespannten plumpen Gestelle zu optimieren. Diese Gestelle nahmen Flügelformen an, wurden stabiler und flogen immer besser. Der noch junge Flugsport war gerettet. Und aus den Verrückten wurden Piloten. Der älteste Deltaflieger-Club der Schweiz Am 2. Oktober 1976 kamen 19 Innerschweizer Deltapiloten zusammen und gründeten den Deltaclub Stans oder kurz DCS. Die grosse Anzahl der Gründungsmitglieder mag erstaunen, aber die Innerschweiz verfügte aufgrund der idealen Geländebeschaffenheit schon damals über eine respektable Anzahl von engagierten Deltapiloten. Anlässlich der Gründungsversammlung wurde die maximale Anzahl der Mitglieder per Beschluss auf 60 beschränkt, aber schon einen Monat später sah sich der Vorstand mit einer 10-köpfigen Warteliste konfrontiert! So wurde die anfangs beschlossene Limitierung schnell wieder aufgehoben, der DCS wurde als Club Nummer 007 in den Schweizerischen Hängegleiterverband immatrikuliert und ist heute der älteste von allen noch in ihrer ursprünglichen Form existierenden Deltaclubs in der Schweiz – und mit 170 Mitgliedern auch der grösste. Die meisten Clubs haben sich im Lauf der Jahre auch ihren in der Szene aufgetauchten Fliegerkollegen geöffnet, den Gleitschirm- oder Matratzenfliegern. Der DCS ist jedoch seiner Gründungsidee treu geblieben und präsentierte sich auch heute noch als reiner Deltaclub mit fliegerisch sehr aktiven Mitgliedern, welche vor allem das Stanserhorn als Startplattform nutzen. An thermisch aktiven Tagen fliegen die DCS-Piloten kreuz und quer durch die ganze Zentralschweiz – ja sogar bis nach Fiesch im Wallis, in den Jura und an den Arlberg in Österreich.

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